Vorsorgeuntersuchung auf kindliche Sehschwäche (Amblyopie)

Liebe Eltern,

Sehfehler, besonders einseitige, fallen in der Regel nicht auf. Das Kind verhält sich völlig normal. Zu spät erkannt kann eine lebenslange Schwachsichtigkeit (Amblyopie) bestehen bleiben, die u.a. zu Einschränkungen in der Schule und im Beruf führt. Gleichzeitig stellen Sehfehler eine der häufigsten Kopfschmerzursachen im Kindesalter dar.

Da trotz kinderärztlicher Vorsorgeuntersuchung ca. 5% und damit etwa jedes 20. Kind eines Jahrgangs erst bei der Einschulungsuntersuchung und damit häufig zu spät für eine Behandlung auffällt, empfehlen sowohl die kinderärztlichen als auch augenärztlichen wissenschaftlichen Organisationen zusätzlich zur kinderärztlichen Untersuchung eine augenärztliche Vorsorge. Der Augenarzt kann bereits in einemAlter, bevor eine Sehschärfeprüfung möglich ist, feststellen, ob bei einem Auge eine schlechte Sehschärfe (Amblyopie) vermutet werden muss. Bei rechtzeitiger Behandlung kann bei den meisten Amblyopien die Sehschärfe wieder weitgehend normalisiert werden.

Die Augenärzte empfehlen Ihnen daher diese Vorsorgeuntersuchung, wenn Ihr Kind 8-12 Monate alt ist und noch einmal mit 3 bis 4 Jahren.

Wie wird Ihr Kind untersucht?

Bei der Vorsorge wird untersucht, wie gut die Augen Ihres Kindes zusammenarbeiten und ob ein Schielen, optische oder organische Fehler vorliegen. Dies ist auch schon im Kleinkindalter möglich. Noch genauer ist die Vermessung des Auges nach medikamentöser Pupillenerweiterung (meist an einem zweiten Termin), wobei auch der Augenhintergrund auf Erkrankungen oder Fehlbildungen kontrolliert wird.

Wer trägt die Kosten?

Anders als die kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchungen, die von den Krankenkassen übernommen werden, gehört die augenärztliche Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung kindlicher Sehstörungen nicht zu den gesetzlichen Vorsorgeleistungen. Die Gebühr hierfür beträgt zwischen 30 und 40 Euro. Private Krankenversicherungen übernehmen diese Vorsorge voll.

Wann ist ein Besuch in der Sehschule sinnvoll?

  • wenn ein Auge schlechter sieht als das andere
  • bei Schielen oder auffälliger Augenstellung
  • bei häufigem Blinzeln oder Augenreiben
  • bei Kopfschmerzen oder schneller Ermüdung der Augen
  • nach Empfehlung durch Kinderarzt oder Augenarzt
  • zur Vorsorgeuntersuchung

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